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Nur im Sommer vom 16. Juni
bis 23. September 2018 geöffnet.

Hütte in außergewöhnlicher Lage bei den Violet Türmen im Rosengarten

Besuchen Sie die Gartlhütte im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten zum Wandern, Klettern, Bergsteigen oder um einen Ausflug in die beeindruckende Bergwelt zu machen

Unsere außergewöhnliche Lage zu Füßen der Vajolet-Türme ist die Ursache gleich mehrerer Gründe, weshalb man die Gartlhütte (bzw. den „Rifugio Re Alberto 1°“) besuchen sollte:

zum Bergsteigen, um den Klettersteig am Sandner-Pass zu erkunden, oder einfach, um einen Ausflug zu machen und die berühmten Bergspitzen aus der Nähe zu betrachten.
Außerdem ist sie der Ausgangspunkt für einige der schönsten Aufstiege in den Dolomiten: zum leichtesten Gipfel des Rosengarten-Massivs, der Emma-Spitze, über die Via Normale, die beim Santner-Pass beginnt, und zu den Vajolet-Türmen, darunter die luftige Steilkante des Delago-Turms, die Via Normale des Stabeler-Turms und der weniger häufig gewählte, aber genauso schöne Aufstieg zum Winkler-Turm.

Um genauere Informationen zu erhalten, können Sie uns in der Hütte anrufen (Festnetz 0039 0462 763428, Handy 0039 334 7246698), oder sich für professionellen Rat zu den Aufstiegswegen und/oder Klettersteigen an die Bergsteiger-Schule der Dolomiten wenden: www.guidealpinedolomiti.net

WANDERUNGEN

Tour durch das Rosengarten-Massiv und Klettersteig am Santner-Pass

Die Tour durch das Rosengarten-Massiv und der Klettersteig am Santner-Pass scheinen wie gemacht dafür, die Schönheit und Besonderheit der Dolomiten hervorzuheben. Einem natürlichen, diagonalen Weg folgend, welcher der besonderen Gestalt der Felsen der Monti Pallidi zu verdanken ist, ermöglicht dieser gut ausgestattete Weg einen unvergesslichen (und relativ bequemen) Einzug in das Reich von König Laurin. Auf dem Weg durch die Pforten des Gartltals entdeckt man ein berühmtes Schmuckstück aus Fels: die ‚mythischen‘ Vajolet-Türme.

Die vorgeschlagene Route ist eine der schönsten und bekanntesten der ganzen Dolomiten.

STRECKE

Man beginnt, indem man die Hütte „Fronza alle Coronelle“ links umgeht und dann den Berg, durch eine zerklüftete Felslandschaft, die durch breite Rillen charakterisiert ist, in denen hin und wieder schwere Felsblöcke und horizontale Felsplatten den Weg versperren, hinaufsteigt. Die erst im Oktober 2013 völlig neu, mit Nägeln und Seilen, ausgestattete Route ist gut ausgeschildert und weist häufig sogar Metallstricke, am Felsen befestigte Stufen und Leitern auf. Die weniger gut vorbereiteten Teile des Wegs benötigen allerdings ein wenig Aufmerksamkeit; bisweilen geht der Aufstieg ganz ohne künstliche Hilfsmittel vor sich, aber immer auf sehr gut tragfähigem Felsen und mit Ausweichwegen, die das Überholen langsamerer Kletterer ermöglichen, ohne diesen auf die Hände oder Füße steigen zu müssen. Wenn man an der Gabelung unter den Schroffenegger-Spitzen (ca. 2650m hoch) angelangt ist, muss man etwa 20 Meter weit über eine gut ausgestattete Rampe hinabsteigen, um bis in die tiefe Schlucht zu kommen, auf deren Boden sich das hier typische Schneefeld befindet. Über dieses muss man erst auf der rechten Seite und dann auf der linken Seite hinaufsteigen, wobei der Schnee normalerweise gut festgetreten, aber bisweilen vereist ist, man sich aber an den Metallstricken absichern kann.
Die Schlucht endet etwas unterhalb der Stelle, an der wir sie überqueren, in einer mehrere hundert Meter tiefen Felsspalte, weshalb hier große Vorsicht nötig ist. Man verlässt die Schlucht über eine vorbereitete Felswand und wenig später gelangt man zum Santner-Pass (auf 2741 m, nach bisher 2 Stunden und 15 Minuten Wegstrecke), in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Hütte.
Wir befinden uns am oberen Rand des wunderbaren Gartlbeckens, zur Linken abgegrenzt durch die Laurinswand und auf der Rechten durch die Rosengartenspitze, hinter der man plötzlich die hoch aufragenden Formen der Vajolet-Türme erblickt: Delago, Stabeler und Winkler. Großartig ist der weite Ausblick hin zum grünen Südtirol.

ABSTIEG

Vom Santner-Pass aus folgt man dem Weg Nr. 542 mit Blick auf das Gartlbecken und gelangt rasch zum Gebirgssee und zur Gartlhütte (auf 2621 m Höhe) zu Füßen der berühmten Türme. Von der Hütte aus bleibt man auf dem Weg 542 und steigt zwischen den glattgeschliffenen Felsblöcken die breite Schlucht hinab, die zu den berühmten Vajolet- und Preuss-Hütten führt (auf 2243 m Höhe). Von hier aus muss man weiter hinabsteigen zum Gardeccia-Becken, um dann den Wegschildern zu folgen, die nach rechts (entlang des Pfades Nr. 541) zu einer Überquerung unterhalb der Ostwand des Rosengarten-Massivs führen, bis zur Abzweigung (Pfad Nr. 550) die mittels eines steilen Aufstiegs über den Coronelle-Pass (2630 m) führt. Nach 20 Minuten Abstieg gelangt man zur Fronza-Hütte. Wer stattdessen zur Ciampediè-Hütte und folglich nach Vigo di Fassa zurückkehren möchte, ohne den Coronelle-Pass zu überqueren, der muss von der Vajolet-Hütte aus den Pfad 546 bis zur Gardeccia-Hütte benutzen und dann dem Pfad 540 bis zum Aufstieg zur Ciampediè-Hütte folgen.

HINWEISE ZU DEN SCHWIERIGKEITEN

Eine gut ausgestattete, nicht schwierige Route, für welche die Verwendung einer normalen Klettersteig-Ausrüstung nötig ist (Helm, Klettergeschirr, Reepschnüre mit Karabinerhaken und Falldämpfer, Klettersteig-Handschuhe).
Es kommt häufig bei dem Aufstieg entlang der vorbereiteten Bergwand vor, dass man Ausflüglern begegnet, welche dieselbe Route in der umgekehrten Richtung benutzen: Dabei muss man auf mögliche Probleme beim Kreuzen der Personen und durch Steinfall achten. Außerdem sollte man sich vorher über den Zustand des Schneefeldes der Endschlucht informieren und über das mögliche Vorhandensein weiterer vereister Stellen entlang der Aufstiegsroute. Wir empfehlen dringend, sich entweder bei den örtlichen Bergführern oder in der Gartlhütte (Festnetz 0039 0462 763428, Handy 0039 334 7246698) über die aktuellen meteorologischen Bedingungen zu erkundigen.
Der hier vorgeschlagene Rundweg setzt gute körperliche Fitness voraus.
Wir raten, für den Rundweg zwei Tage einzuplanen, mit einer Übernachtung in der Gartlhütte, die sich genau auf halber Strecke befindet, um das Alpenglühen auf den Bergtürmen genießen zu können und um sich für den folgenden Tag auszuruhen.

DIE BERÜHMTESTEN KLETTERSTEIGE

Die Vajolet Türme

1. Piz Piaz – Süd-/Westrand

Schwierigkeit: IV+
Höhenunterschied: 55 m
Verlauf: 55 m
Seilabschnitte: 2 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 10 Minuten; der Aufstieg dauert 1,00 Stunde.
Felsen: gut / sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Kleiner, aber anspruchsvoller Bergturm, bei dem unlängst Teile der Nordwand herabgestürzt sind. Geeignet für kleinere Übungen bei Übernachtungen in der Gartlhütte.

2. Delago-Turm, Piaz-Rand

Schwierigkeit: IV, mit einer Passage IV+
Höhenunterschied: 130 m
Verlauf: 156 m
Seilabschnitte: 6 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 10 Minuten; der Aufstieg dauert 2,30 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung), außerdem wird die Verwendung von Magnesium empfohlen, weil man bei dieser Klettertour an einigen Stellen in der Luft hängt, auf glattem Fels an den zu passierenden Stellen.
Kommentar: Luftige Klettertour entlang einem der berühmtesten Bergränder der Alpen! Sehr angenehmer Aufstieg, der viel zu schnell vorbei ist! Sehr guter Felsen, aber mit Haltepunkten, die schon recht glatt gerieben sind. Am Wochenende viel Betrieb.

3. Delago-Turm, Preuss-Spalte

Schwierigkeit: IV+ bis V-
Höhenunterschied: 120 m
Verlauf: 140 m
Seilabschnitte: 6 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 10 Minuten; der Aufstieg dauert 2,00 Stunden.
Felsen: ziemlich gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + einige Klemmkeile bzw. Klemmgeräte
Kommentar: Sehr interessanter Aufstieg, den sich ein bekannter Bergsteiger ausgedacht hat. Wird etwas vernachlässigt zugunsten der in der Nähe befindlichen, bekannteren Pfade.

4. Stabeler-Turm, Fehrmann-Weg (Südwand)

Schwierigkeit: III bis IV, mit einer Passage IV+
Höhenunterschied: 145 m
Verlauf: 155 m + 10 m auf dem Gipfel
Seilabschnitte: 6 Seilabschnitte + 10 m auf dem Gipfel
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 10 Minuten; der Aufstieg dauert 2,30 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) 
Kommentar: Bekannter Weg auf sehr gutem Felsen, häufig geschützt vor kalten Luftströmen.

5. Stabeler-Turm, Normaler Weg (Süd/Ostwand)

Schwierigkeit: IV+
Höhenunterschied: 140 m
Verlauf: 215 m
Seilabschnitte: 7 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es 10 bis 15 Minuten; der Aufstieg dauert 2,30 bis 3,00 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) 
Kommentar: Der am seltensten besuchte Bergturm, aber nicht weniger schön als die anderen. Beim Aufstieg muss man den „Winklerriss“ überwinden, eine Stelle die, als dies 1887 erstmals gelang, noch die größte bis dahin gemeisterte Schwierigkeit in den Alpen darstellte. Wegen des glatten Felsen ist dies tatsächlich nicht so einfach.

6. Winkler-Turm, Steger-Weg (Südwand)

Schwierigkeit: VI
Höhenunterschied: 140 m
Verlauf: 170 m + 7 m auf einem breiten Sims
Seilabschnitte: 6 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es 10 bis 15 Minuten; der Aufstieg dauert 2,30 Stunden.
Felsen: sehr gut, bzw. gut beim ersten Seilabschnitt mit VI
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + komplette Serie von Klemmkeilen und Klemmgeräten, Nr. 2,5 bis 3.
Kommentar: Schöne und anspruchsvolle Route mit zwei unterstützten Seilabschnitten. Dieser Weg ist eine Herausforderung, sogar für die Muskeln gut durchtrainierter Bergsteiger!

7. Winkler-Turm, Normaler Weg (Ostwand, S.E.)

Schwierigkeit: IV-
Höhenunterschied: 145 m sowie ein kurzes und leichtes Sockelstück
Verlauf: 187 m
Seilabschnitte: 7 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es 10 bis 15 Minuten; der Aufstieg dauert 1,45 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Dies ist der höchste Punkt der drei Bergtürme (2805 m). Guter Felsen, von der Benutzung etwas glatt gerieben. Ein Klassiker, der auch für Anfänger geeignet ist.

Überquerung der Bergtürme

Den Aufstieg auf die drei Türme miteinander zu verbinden, war immer schon ein prestigereiches Unterfangen. Dies ist sowohl von Westen nach Osten, als auch von Osten nach Westen möglich und bietet die Gelegenheit, an einem „Felsentag“ alle drei Türme zu besuchen und dabei in einer faszinierenden Umgebung zu klettern!

Abstieg von den Bergtürmen

Auf allen drei Türmen sind Haltestellen für den Abstieg mit Harzringen vorbereitet worden. Den Abstieg kann man allein bewältigen, benötigt dafür aber zwei Doppelseile zu je 60 m.

Normaler Weg - Rosengarten

1. Rosengarten-Massiv, Normaler Weg

Schwierigkeit: II bis III, erster Seilabschnitt III+
Höhenunterschied: 180 m bis zur Gabelung, 190 m auf dem Gipfelgrat
Verlauf: 344 m
Seilabschnitte: 5 Seilabschnitte + 55 m mit „kurzem Seil“
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 30 Minuten; der Aufstieg dauert 2,00 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Aufstieg, der vom Gipfel aus einen außergewöhnlichen Ausblick bietet; außerdem macht das Klettern hier viel Spaß und ist auch für Anfänger geeignet, sofern diese die Grundregeln des Bergsteigens kennen.

2. Rosengarten-Massiv, Piaz/Delago-Weg

Schwierigkeit: IV+
Höhenunterschied: 160 m
Verlauf: 165 m
Seilabschnitte: 6 Seilabschnitte
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 30 Minuten; der Aufstieg dauert 2,00 bis 2,30 Stunden.
Felsen: gut, vorletzter Seilabschnitt zu reinigen
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmgerät Nr. 3
Kommentar: Eine schöne Alternative zum normalen Weg, auf Pfaden und Felsblöcken von guter Qualität. Nur wenn es zu kalt ist, sollte man diese Route eher vermeiden.

Abstieg vom Rosengarten

Von der Spitze steigt man auf den Nordkamm mit „kurzem Seil“ auf den normalen Weg ab. An der Gabelung links, folgt man dem ausgesetzten Felsvorsprung (ca. 15 m), der zu einem befestigten Halteplatz führt mit der ersten Seillänge, der entlang des Kanals des Aufstiegs hinabführt. Es folgen zwei Seillängen von 20 Metern mit Rastpunkten. Ankunft am Santnerpass. Von hier aus führt der Weg zur Gartlhütte. Dauer des Abstiegs zirca 2 Stunden.


Nordwand des Rosengarten

1. Rosengarten-Massiv, Solleder-Weg

Schwierigkeit: V+
Höhenunterschied: 300 m
Verlauf: 337 m + 100 m Rampe zu Beginn
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte + 100 m Rampe zu Beginn
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 5 Minuten; der Aufstieg dauert 3,00 bis 4,00 Stunden.
Felsen: sehr gut, manchmal etwas zu reinigen
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + große Klemmkeile und Klemmgeräte
Kommentar: Historischer Weg, schöne und planvolle Route. Sie verläuft über Felsplatten, Felsquerwege und Felskamine, wobei sich anstrengendere Passagen (4. Seilabschnitt) mit normaleren abwechseln. Der Fels ist immer trocken.

2. Rosengarten-Massiv, Gardeneser-Weg

Schwierigkeit: VI und VI+, mit einem kurzen Stück A1 bzw. 8°+
Höhenunterschied: 260 m
Verlauf: 280 m + 100 m Rampe zu Beginn
Seilabschnitte: 10 Seilabschnitte + 100 m Rampe zu Beginn
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 5 Minuten; der Aufstieg dauert 4,00 bis 4,30 Stunden.
Felsen: sehr gut, mit Haltelöchern in verschiedenen Größen
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + einige Nägel, Klemmkeile und Klemmgeräte, sowie 10 Express-Sets
Dünne Kevlar-Schnüre für den Aufstiegsteil mit Hilfsmitteln mitbringen, wo die Drucknägel einen zu kleinen Ring für normale Seile haben.
Kommentar: Schöne und planvoll angelegte Route, entlang einer deutlich ausgeformten Felssäule. Sie verläuft über Felsplatten, Felsquerwege und Felskamine, wobei sich anstrengendere Passagen (4. Seilabschnitt) mit normaleren abwechseln. Der Fels ist immer trocken.

3. Rosengarten-Massiv, Vinatzer-Weg

Schwierigkeit: V und V+
Höhenunterschied: 280 m
Verlauf: 280 m + 100 m Rampe zu Beginn
Seilabschnitte: 10 Seilabschnitte + 100 m Rampe zu Beginn
Stunden: Bis zum Beginn des Pfads sind es von der Gartlhütte aus 5 Minuten; der Aufstieg dauert 3,30 bis 4,30 Stunden.
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + einige Nägel für den Notfall sowie 12 oder 14 Express-Sets.
Kommentar: Eine Route auf einer beeindruckend steilen Wand, die viel Freude bereitet. Manchmal ist diese Besteigung sehr anstrengend, aber wenn man hinterher von der Hütte den Berg hinauf schaut, ist man stolz, es geschafft zu haben.

Abstieg vom Rosengarten

Von der Spitze steigt man auf den Nordkamm mit „kurzem Seil“ auf den normalen Weg ab. An der Gabelung links, folgt man dem ausgesetzten Felsvorsprung (ca. 15 m), der zu einem befestigten Halteplatz führt mit der ersten Seillänge, der entlang des Kanals des Aufstiegs hinabführt. Es folgen zwei Seillängen von 20 Metern mit Rastpunkten. Ankunft am Santnerpass. Von hier aus führt der Weg zur Gartlhütte. Dauer des Abstiegs zirca 2 Stunden.


Gartl Pass

Der alte Zugangsweg zum „Laurinsgarten“ ist ein Aufstieg II. Grades, mit Abschnitten III. Grades. Er wird nur wenig benutzt, ist aber bemerkenswert wegen seines Abwechslungsreichtums, wegen der Glocke, die man läuten kann, wegen der ungewöhnlichen Lava-Abgüsse, wegen des zu durchquerenden Felstunnels und wegen des majestätischen Ausblicks auf die Bergtürme, die von der Nordseite aus noch schlanker wirken.
Man beginnt bei der Hütte Fronza alle Coronelle, indem man sich zunächst auf einem kaum ausgezeichneten Weg nach links wendet, unterhalb der langen und beeindruckenden Laurinswand; so gelangt man zum Ausgangspunkt des Aufstiegs, der durch eine auf den Fels gezeichnete Königskrone markiert ist. Es handelt sich um 7 oder 8 Seilabschnitte, und man kommt auf dem Pass heraus, wenige Meter oberhalb der Gartlhütte.

Um zurückzukehren, muss man den Klettersteig des Santner-Passes benutzen, oder den Weg über Rosengarten, Vajolet und Coronelle-Pass wählen. Zeitbedarf für den Aufstieg 3 bis 4 Stunden.

Süd-Ost-Wand des Rosengarten

1. Placcomania-Weg („ein Teufel zum Freund“)

Schwierigkeit: VI-, mit einem Stück VI
Höhenunterschied: 350 m
Verlauf: 409 m
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte
Stunden: 4,15 bis 5 Stunden
Felsen: sehr gut bis gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Schöner Aufstieg auf gutem bzw. sehr gutem Felsen, der eine Folge solider und bereits bearbeiteter Felsplatten aufweist.

2. Dimai-Weg

Schwierigkeit: III bis IV
Höhenunterschied: 350 m
Verlauf: 411 m
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte
Stunden: 3,30 bis 4 Stunden
Felsen: gut, wobei der unterste Teil etwas zu reinigen ist
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Der direkteste Weg verläuft anfangs über gerade noch recht ordentlichen Felsen, der im zweiten Teil dann aber sehr gut ist. Im oberen Sektor ist dies ein angenehmer Aufstieg über eine grandiose Bergwand.

3. Fantasia-Weg

Schwierigkeit: V-
Höhenunterschied: 420 m
Verlauf: 458 m
Seilabschnitte: 13 Seilabschnitte
Stunden: 4 bis 4,30 Stunden
Felsen: sehr gut / gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmgeräte, Größe 2 oder 3

4. Steger-Weg

Schwierigkeit: V+, ein Stück mit VI-
Höhenunterschied: 733 m + 70 m auf dem Gipfel 
Seilabschnitte: 20 Seilabschnitte + 70 m auf dem Gipfel 
Stunden: 6 bis 7 Stunden
Felsen: gut / sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung)
Kommentar: Ein Weg, dessen Aufstieg sehr schön geradlinig verläuft, wobei aber auch Varianten möglich sind.

5. Leviti-Nemela-Weg

Schwierigkeit: V+ VI, ein Stück mit VII
Höhenunterschied: 580 m 
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte
Stunden: 6,30 bis 8 Stunden
Felsen: sehr gut / gut 
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmkeile und Klemmgeräte

Abstieg vom Rosengarten

Von der Spitze steigt man auf den Nordkamm mit „kurzem Seil“ auf den normalen Weg ab. An der Gabelung links, folgt man dem ausgesetzten Felsvorsprung (ca. 15 m), der zu einem befestigten Halteplatz führt mit der ersten Seillänge, der entlang des Kanals des Aufstiegs hinabführt. Es folgen zwei Seillängen von 20 Metern mit Rastpunkten. Ankunft am Santnerpass. Von hier aus führt der Weg zur Gartlhütte. Dauer des Abstiegs zirca 2 Stunden.


Emma Spitze

Fedele-Weg

Schwierigkeit: V-
Höhenunterschied: 400 m
Verlauf: 350 m + 80 m auf dem Gipfel
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte + 80 m auf dem Gipfel
Stunden: 4 Stunden
Felsen: gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmgeräte mittlerer Größe
Kommentar: Abwechslungsreicher, vergnüglicher und beliebter Weg. Unter allen Wegen vergleichbarer Schwierigkeit in dieser Berggruppe einer von denen, die am meisten Spaß machen.

Steger-Weg

Schwierigkeit: V, ein Stück mit V+
Höhenunterschied: 400 m
Verlauf: 410 m + 110 m auf dem Gipfel
Seilabschnitte: 11 Seilabschnitte + 110 m auf dem Gipfel
Stunden: 4 Stunden
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmkeile mittlerer Größe
Kommentar: Der große Klassiker der Emma-Spitze, mit vielen interessanten Kletter-Situationen.

Piaz-Spalte

Schwierigkeit: V
Höhenunterschied: 350 m
Verlauf: 294 m + 110 m auf dem Gipfel
Seilabschnitte: 9 Seilabschnitte + 110 m auf dem Gipfel
Stunden: 3 bis 3,30 Stunden
Felsen: sehr gut
Ausrüstung: NDA (normale Bergsteiger-Ausrüstung) + Klemmkeile

Kommentar: Historischer Aufstieg, der berühmt wurde durch das für die damalige Zeit außergewöhnliche Unterfangen von Tita Piaz, welcher ihn ganz allein unternahm. Nicht unterschätzen sollte man den zentralen Seilabschnitt Nr. 4, der starke Schwierigkeiten aufweist.

Abstieg von der Emma-Spitze: Vom Gipfel aus dem Gebirgsscheitel folgen und vor dessen Ende in Richtung Norden absteigen (mit Blick auf die Gebirgstürme). Nach ca. 30 m mit Schwierigkeit II. Grades biegt man über eine versteckte Rampe nach links ab, in Richtung Gabelung der Emma-Spitze. Dann muss man noch 15 m (III. Grad) bis zum Zementring hinabsteigen. Mit einem 25 m langen Doppelseil gelangt man in die Schlucht der Türme auf den Weg Nr. 542.

Alle Beschreibungen stammen aus:
A. Bernard, Neuer Führer für das Rosengarten-Massiv, Ed. Mediterranee 1996.
M. Bernardi, Bergsteigen im Rosengarten-Massiv und seiner Umgebung, Ed. Athesia 2009.